Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerungszahl des Landkreises hat sich entgegen der Bevölkerungsprognosen in den letzten 40 Jahren deutlich günstiger entwickelt als vorausgesagt. Insgesamt betrachtet fällt sie auch günstiger aus als die des Landes. Die günstige Entwicklung ist auf die Zuwanderung zurück zu führen, die höher ist als das Geburtendefizit und die Abwanderung.
Flyer Wohnbevölkerung 2021 - 2024
Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Mayen-Koblenz 1970 - 2024
Zum 31.12.2024 sind die Einwohnerzahlen im Landkreis Mayen-Koblenz auf 217.228 Einwohnerinnen und Einwohner gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 1.773 Personen. Der Anteil der ausländischen Personen beträgt 23.383 (10,8 %), im Vorjahr waren es 10,9 % und 10,4 % in 2022.
Die Daten basieren auf dem Zensus 2022, in den vorangegangenen Jahren diente der Zensus 2011 als Datengrundlage. Die Abweichungen in der Bevölkerungsfortschreibung ergeben sich durch den Wechsel der Zensusbasis. Die Methodik des Zensus ist bundeseinheitlich.
In den vorangegangenen Jahren sind die Bevölkerungszahlen kontinuierlich gestiegen.
I
Bevölkerungsentwicklung Mayen-Koblenz männlich/weiblich 1990-2024
Bevölkerungsentwicklung Deutsche-Ausländer in Mayen-Koblenz 1970-2024
Bevölkerungsentwicklung Städte/VG im Landkreis Mayen-Koblenz 1970-2024
Die Verbandsgemeinde Weißenthurm ist mit 34.903 die einwohnerstärkste Kommune im Landkreis, gefolgt von der Stadt Andernach (30.039) und der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel (26.782).
Bevölkerungsverteilung in % im Landkreis Mayen-Koblenz, 31.12.2024
Vergleich Bevölkerungsentwicklung Städte/VG in Mayen-Koblenz 1970/2024
Der stärkste Bevölkerungszuwachs in den letzten 40 Jahren kann die Verbandsgemeinde Maifeld verbuchen. Im Vergleich zu 1970 sind die Einwohnerzahlen um 46,6% angestiegen, gefolgt von der VG Weißenthurm mit 27,7 % und der VG Vallendar mit 24,4 %.
Ausländische Bevölkerung 2024 im Landkreis Mayen-Koblenz
Am 31.12.2024 gab es in Mayen-Koblenz 217.228 Einwohnerinnen und Einwohner. Der Anteil der ausländischen Personen beträgt 23.383, das sind 10,8 % der gesamten Einwohnerzahl im Landkreis. Im Vorjahr betrug der Anteil der ausländischen Personen 10,9 %.
Der größte Anteil dieser Personen wohnt in der VG Weißenthurm (4.015) sowie in der Stadt Andernach (3.865) sowie der Stadt Bendorf (2.983).
Bevölkerung – Vorausberechnung Landkreis Mayen-Koblenz 2020-2070
Nach der neuesten Vorausberechnung fällt der Bevölkerungsrückgang später und schwächer aus als ursprünglich erwartet. Aber trotz höherer Geburtenraten und Wanderungsüberschüssen wird Mayen-Koblenz mittelfristig weniger Einwohnerinnen und Einwohner haben.
Bis zum Jahr 2040 wird sich die Einwohnerzahl von Mayen-Koblenz gegenüber dem Basisjahr 2020 zunächst noch leicht erhöhen. Der Bevölkerungswachstum würde laut der Vorausberechnung 1,2 % betragen. Demnach wäre in 2040 eine Einwohnerzahl von ca. 217.334 zu erwarten.
Bis zum Jahr 2070 ist mit einem Rückgang von 1,6 % zu rechnen, das würde einer Einwohnerzahl von ca. 211.293 entsprechen.
Bevölkerung – Vorausberechnung Mayen-Koblenz bis 2070
Nachdem die Bevölkerung in Mayen-Koblenz zunächst noch weiter ansteigt und bis zum Jahr 2040 noch über den Bevölkerungszahlen von 2020 liegt, wird sie ab dem Jahr 2040 kontinuierlich sinken.
Bevölkerung – Vorausberechnung, Vergleich Nachbarlandkreise
Bevölkerung – Vorausberechnung Mayen-Koblenz nach Altersgruppen
Die demografische Alterung wird zwar durch den leichten Anstieg der Geburtenrate und die höheren Wanderungsgewinne abgemildert, können sie aber nicht aufhalten. In Mayen-Koblenz wird die Zahl der unter 20-Jährigen mittelfristig bis 2040 um 1.852 Personen leicht steigen (+4,7 %). Die erwerbsfähige Bevölkerung im Alter zwischen 20 und 65 Jahren wird stark schrumpfen (um 11.928 Personen / -9,4 %). Dies macht sich vor allem auf dem Arbeitsmarkt deutlich bemerkbar. Dagegen wird die Zahl der über 65-Jährigen stark anwachsen. Bis 2040 ist in Mayen-Koblenz mit einem Plus von 12.564 Personen (+26 %) zu rechnen.
Bevölkerung – Vorausberechnung in Städten / Verbandsgemeinden in Mayen-Koblenz
Mit Ausnahme der VG Mendig, Rhein-Mosel und Vordereifel können die Städte und Verbandsgemeinden in Mayen-Koblenz bis 2040 mit einem leichten Bevölkerungsrückgang rechnen. Mit dem höchsten Zugang hat die VG Weißenthurm mit 5,5 % rechnen gefolgt von der VG Vallendar (3 %) und der VG Maifeld (2,7 %).
Natürliche Bevölkerungsbewegung im Landkreis Mayen-Koblenz
Die natürliche Bevölkerungsbewegung fiel in den letzten vier Jahrzehnten bis auf wenige Ausnahmen negativ aus. Es wurden mehr Sterbefälle als Geburten registriert.
Lediglich in den Jahren 1988, 1990 und 1992 lagen die Zahlen der Lebendgeborenen über den Sterbefällen.
Dennoch zeigt der Geburtentrend in den Jahren von 2013 bis 2016 nach oben, bevor er danach wieder etwas abgenommen hat.
Im Jahr 2024 kamen im Landkreis mit 1.745 Neugeborenen 51 Kinder weniger zur Welt als in 2023.
Natürliche Bevölkerungsbewegung im Landkreis Mayen-Koblenz 1976 - 2024
Wanderungen über die Kreisgrenze
Wanderungen über die Kreisgrenze 1975-2024
Im Jahr 2024 sind insgesamt 10.851 Personen in den Landkreis zugezogen und 9.487 Personen weggezogen. Somit liegt das Wanderungsplus bei 1.364 Einwohnern. Es resultiert komplett aus dem Zuwachs von ausländischen Personen (+1.427 ausländische Personen / - 63 Deutsche). Im Vorjahr war ein plus von 122 Deutschen und ein plus von 1.729 ausländischen Personen zu verzeichnen.
Zuzüge über die Kreisgrenze im Vergleich Deutsche/Ausländische Personen 1995 – 2024
Von den 10.851 Zuzügen in 2024 waren dies 5.932 Zuzüge von deutschen Personen und 4.919 Zuzüge von ausländischen Personen. Die Zahl der Zuzüge der ausländischen Personen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 173 Personen verringert.
Fortzüge über die Kreisgrenze im Vergleich Deutsche/Ausländische Personen 1995 – 2024
Von den 9.487 Fortzügen in 2024 waren dies 5.995 Fortzüge von deutschen Personen und 3.492 Fortzüge von ausländischen Personen.
Wandersaldo Landkreis Mayen-Koblenz 1975-2024
Bis auf wenige Ausnahmen in der 80er Jahren und 2009/2010 ist das Waldersaldo im Landkreis Mayen-Koblenz stets positiv, d.h. es gibt mehr Zuzüge als Fortzüge über die Kreisgrenze.