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WFG - Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH

Zukunftsperspektiven im Qualitätstourismus

03.04.2014

Die Qualität der Gastgeber im Landkreis Mayen-Koblenz hat sich deutlich verbessert. Die Wirtschaftsförderung (WFG) hat 80 Anträge unterstützt, dabei wurden mehr als 16 Millionen Euro investiert! Bei der Bilanz, die man in der Kottenheimer Bürgerhalle zog, wurde jedoch auch klar: Auf diesem Erfolg will man sich nicht ausruhen. Der Qualitätstourismus im Kreis soll durch Regionalität profiliert und der Besuch der Gäste noch erlebnisreicher werden.

Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH

Das Programm der WFG startete 2010. Ziel war eine nachhaltige Verbesserung der Qualität und Leistungsfähigkeit von Hotels, Pensionen, Ferienhäusern oder -wohnungen, Campingplätzen sowie Gastronomiebetrieben. „Damit sollte nicht nur der Investitionsstau in vielen Betrieben behoben, sondern auch die gastronomische und Unterkunfts-Infrastruktur entlang der Traumpfade gestärkt werden“, wie WFG-Geschäftsführer Henning Schröder erklärte. Die neue Qualität sollte auch messbar sein, denn schließlich stellte die WFG dafür 4 Millionen Euro bereit. So mussten nach der Modernisierung Hotels mindestens 2 Sterne und Ferienwohnungen 3 Sterne bei der Klassifizierung erreichen.

Für Landrat Dr. Alexander Saftig war das Programm konsequent: „Nur Qualität kann sich auf Dauer durchsetzen.“ Gerade im Tourismus müsse permanent daran gearbeitet werden, neue Perspektiven zu schaffen. Daher musste nach dem Einrichten der Traumpfade auch das Umfeld gestärkt werden: „Es war von Anfang an klar: Wir wollen damit Geld verdienen. Wandertouristische Angebote führen zu hoher Wertschöpfung und damit zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen.“

Das ist gelungen. Die Zahl der Klassifizierten nahm deutlich zu: Bei den Hotels stieg sie von 14 auf 34, bei den Ferienwohnungen von 130 auf 200 und bei den wanderfreundlichen Betrieben von 20 auf 45. So dürfte es kaum wundern dass auch die Übernachtungs- und Gästezahlen nach oben schossen. Da jeder Übernachtungsgast nach einer Studie durchschnittlich 93 Euro im Landkreis ausgibt, stieg allein in den ersten drei Quartalen des Jahres 2013 der Bruttoumsatz um rund 2 Millionen Euro. „Hiervon profitieren insbesondere das MYK-Gastgewerbe und der Einzelhandel.“

Die konkreten Beispiele zeigten, wie es geht. Willy Wolf im „Hotel zur Post“ in Welling entschloss sich gleich zum großen Paket: Nicht nur Veranstaltungsräume, Küche und Biergarten wurden modernisiert, auch Zimmer und Bäder zeigen Charme und Regionalität. Heimische Materialien wie Schiefer oder alte Hölzer wurden in dem modernen Interieur integriert.

Schlafen wie im Mittelalter, das bietet die Ehrenburg mit ihrem angeschlossenen Hotelbetrieb. Doch für Hochzeiten und Gesellschaften ist das Angebot zu klein. Inzwischen wurde eine Bresche in der Mauer geschlossen, auf zwei Etagen wird das Angebot deutlich erweitert.

Die Ferienwohnungen im „Haus am Würzlaysteig“ von Annette und Klaus Breitkreutz glänzen durch das Förderprogramm heute nicht nur mit vier Sternen, das Ehepaar ist auch sehr aktiv in der Vermarktung. Ob Facebook, Homepage oder Tourismuszentralen: Die unterschiedlichen Kanäle werden genutzt, auch bei Booking.com ist man unterwegs und die hervorragenden Bewertungen würdigen das Engagement der Betreiber, mehr für die Gäste zu bieten als eine Unterkunft: „Sie sollen bei uns etwas erleben.“

Damit hat sich der Kreis längst auf einen Weg gemacht, den Dr. Achim Schloemer, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz-Tourismus beschwor: regionale Identität zu stärken und das besondere lokale Profil herauszuarbeiten. Ziel ist, ein Reiseerlebnis mit Wohlfühlcharakter für die Gäste zu schaffen. Statt austauschbarer Beliebigkeit, bei der viele Orte ihre Einzigartigkeit bloß betonen, müssten authentische und echte Gefühle geweckt werden, die aussagen: Das gibt es nur hier. Vulkanpark und Traumpfade seien Beispiele par excellence, um die Region zu „inszenieren“ und Erlebnisräume zu schaffen.

Dass Kapitel „Warum das Ganze?“ schloss Schloemer kurz ab: Tourismus ist kein Selbstzweck, sondern ein Wirtschaftsfaktor. Und an diese Stelle schloss sich wieder der Kreis zu dem Förderprogramm der WFG, wie Henning Schröder klarmachte: „Dort profitierten heimische Handwerker und Dienstleister von den Aufträgen der Modernisierung, Arbeitsplätze wurden gesichert und geschaffen, Ortsbilder und Dorfkerne aufgewertet. Es ist positiv für die ganze innerörtliche Entwicklung.“

 

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