Qualifizierung von Fachkräften
Gut qualifizierte Mitarbeiter sind für die regionale Wirtschaftsentwicklung von großer Bedeutung. Die WFG unterstützt die zahlreichen Initiativen zur Qualifizierung von Fachkräften und fördert den Aufbau von neuen Studiengängen an den Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen in der Region. Außerdem steht die WFG in engem Kontakt mit den Arbeitsagenturen in Koblenz und Mayen.
Erfolg braucht gute Mitarbeiter
Das Unternehmensimage spielt eine große Rolle im „Kampf um Fachkräfte“
Vor allem, wenn es darum geht, qualifiziertes Personal zu finden, kann die Außenwahrnehmung eines Unternehmens entscheidend sein. Denn gerade Fachleute sind in der freien Wirtschaft heiß begehrt: Der „War of Talents“, der Kampf um die klugen Köpfe, hat begonnen.
Rund 71 Prozent der deutschen Unternehmer beklagen einen Mangel an Fach- und Führungskräften. Der zusätzliche Bedarf an Fachkräften wird trotz der Krise stark ansteigen, so lautet das Ergebnis einer Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit in Bonn.
Gründe hierfür liegen im Strukturwandel und in den steigenden Qualifikationsanforderungen aufgrund technischen Fortschritts. Vor besondere Herausforderungen seien kleine und mittlere Unternehmen gestellt. High Potentials zieht es besonders in Großstädte und Ballungszentren. Ein Trend, der sich vor allem in strukturschwachen Regionen negativ auswirken kann. Der Landkreis Mayen-Koblenz kann sich zwar im Wettbewerb der Regionen behaupten, dennoch müssen sich auch hier Unternehmen dem steigenden Fachkräftemangel stellen. Ein wichtiger Baustein ist die Qualifizierung des vorhandenen Personals.
Weitere Werkzeuge, um Fachkräfte zu gewinnen und auch ans Unternehmen zu binden, haben oft sozialen Charakter. Ein Schlüsselbegriff für das Engagement, das in letzter Zeit immer mehr Unternehmer erfasst, ist Corporate Social Responsibility - die soziale Verantwirtung des Unternehmens. Die Europäische Kommission definiert es so: „Freiwilliges Unternehmenshandeln, das ökologische und soziale Belange in die Wertschöpfung einbezieht“. Die Idee hat eine lange Tradition: Seit dem Mittelalter gibt es in Europa das Leitbild des „Ehrbaren Kaufmanns“, das unter anderem dem gesellschaftlichen Gleichgewicht in den Städten diente. Später traten Unternehmerpersönlichkeiten als Mäzene und Stifter auf. Sie sorgten für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen ihrer Mitarbeiter, indem sie beispielsweise Wohnsiedlungen bauen ließen. Diese soziale Verantwortung ist in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts ein unschätzbarer Faktor für das Image einer Firma in der Öffentlichkeit.
Ein Großteil der mittelständischen Unternehmen macht sich mit guten Taten aller Art um die Gesellschaft verdient. Denn kleine und mittlere Firmen haben zumeist einen sehr engen Draht zu ihrer Umgebung. Sie stiften neue Bäume, setzen sich für Jugendprojekte ein und haben oft mehr Verständnis für Belange ihrer Angestellten.
Unternehmen fördern die Gesundheit der Mitarbeiter durch Gesundheitstage und Ernährungsberatungen. Sie kooperieren mit Schulen, um Talente schon im Klassenzimmer anzutreffen. Sie setzen zunehmend auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die sich nicht nur auf Fragen der Kinderbetreuung beschränkt. Viele Arbeitnehmer haben pflegebedürftige Verwandte, um die sie sich kümmern. Diese Verantwortung mit dem Job in Einklang zu bringen, fällt oft schwer. Unternehmen können hier helfen und gleichzeitig einen Nutzen daraus ziehen.
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Auch mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekten können Unternehmen Vorbild sein und so in der Öffentlichkeit und bei Mitarbeitern Punkte machen. Nur selten gibt es aber ein echtes Management für solche Corporate Social Responsibility. Doch das ist nötig, damit sich das Engagement auch in höheren Gewinnen und motivierten Mitarbeitern auszahlt. Es ist ehrenwert, sich als Unternehmen sozial zu engagieren. Doch Unternehmen sind gut beraten, sich öffentlich nur in Bereichen hervorzutun, die auch Berührungspunkte zur Tätigkeit des Unternehmens haben. Außerdem muss sich jeder Wohltäter Gedanken machen, wie er sein Engagement am besten an Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner vermittelt. Dann macht er auch Punkte bei den besten Nachwuchskräften, die sich oft gezielt nach einem verantwortungsbewussten Arbeitgeber umsehen. Darüber hinaus verbergen sich hinter Herausforderungen der Zukunft oft auch neue Märkte. Doch das Wichtigste ist: Nur wer mit ganzem Herzen hinter seinen Projekten steht, kann einen Image-Gewinn verbuchen.
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